Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich EKAH

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Publikationen

Die EFBS gibt themenspezifisch externe Studien und Gutachten in Auftrag. Diese leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Biosicherheit.

Zusammenfassung Studie Biorisikokataster (2011): Das Biorisikokataster wurde entwickelt, um biologische Risiken zu quantifizieren, die von Tätigkeiten mit gentechnisch veränderten und pathogenen Organismen in geschlossenen Systemen ausgehen können. Für chemische Risiken gibt es bereits ein solches Kataster. Mit einem analogen Kataster für biologische Risiken sollen mögliche Gefährdungen von Mensch und Umwelt identifiziert und mit anderen menschgemachten Risiken verglichen werden. Für drei Organismen wurden mögliche Austrittspfade aus dem geschlossenen System ermittelt und die Auswirkungen berechnet. Der Vergleich mit einem beispielhaften Ammoniaklager zeigt, dass dort das grösstmögliche Schadensausmass in der betroffenen Bevölkerung und damit auch das Risiko grösser ist als dasjenige der in der Studie untersuchten Organismen. Wir schliessen daraus, dass schwere Schädigungen durch Zwischenfälle mit Mikroorganismen zwar möglich sind, die biologischen Risiken für Bevölkerung und Umwelt aber immer noch im akzeptablen Bereich liegen und tendenziell kleiner sind als vergleichbare chemische Risiken. Der Umgang mit pathogenen Organismen stellt nach Ansicht der EFBS überwiegend ein Risiko für Arbeitnehmende dar.

Methode zur Unterscheidung zwischen lebender und toter DNA von Mikroorganismen (2010) (pdf, nur englisch verfügbar): In Laboratorien, die mit Mikroorganismen arbeiten, werden regelmässig Untersuchungen zur Überprüfung der getroffenen Sicherheitsmassnahmen durchgeführt. Mikrobielle Kontamination von Arbeitsgeräten und -oberflächen werden durch das Erheben von Wischproben und deren Untersuchung auf spezifische DNA nachgewiesen. Dabei ist es wichtig, zwischen DNA von lebenden und toten Zellen und Organismen unterscheiden zu können. Die bisher angewandten Methoden verwendeten dazu meistens einen Kultivierungsschritt. In der Literatur wird eine Methode mit Propidium-Monoazid (PMA) beschrieben, das nur in tote Zellen eindringt. Das kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat mit finanzieller Unterstützung der EFBS diese Methode auf Staphylococcus aureus als Modellorganismus angepasst.

Nachweismethode für Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) im Boden (2009) (pdf, nur englisch verfügbar): Die Bolle di Magadino (TI) wird in regelmässigen Abständen überflutet. Dies hat ein erhöhtes Auftreten von Stechmücken (Aedes vexans und Aedes sticticus) zur Folge. Deshalb wird das Gebiet regelmässig mit Vectobac behandelt. Vectobac besteht aus Bacillus thuringiensis israelensis (Bti), das Toxine bildet, die für Stechmücken tödlich sind. Die EFBS hat ihre Zustimmung zur Verwendung von Vectobac an ein Langzeitmonitoring geknüpft. Das Istituto cantonale di microbiologia in Bellinzona hat mit finanzieller Unterstützung der EFBS eine schnelle und spezifische Nachweismethode für Bti entwickelt, mit der die Konzentration von Bti im Boden nachgewiesen werden kann.

Ecological impacts of genetically modified crops (2006)extern_icon (pdf, nur englisch verfügbar): Mittlerweile blickt man weltweit auf eine 10-jährige Erfahrung mit dem Anbau von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen zurück. Die EFBS hat die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon beauftragt, die wissenschaftlichen Daten zu möglichen ökologischen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen zusammenzustellen. Die Studie konzentriert sich auf Insekten-resistenten Mais und auf Herbizid-tolerante Soja- und Rapssorten. Sie spiegelt in erster Linie die Meinung der Autorenschaft wider. 

Organismenlisten

In diesen Listen werden Organismen und biologische Sicherheitssysteme nach ihrem Risiko für Mensch und Umwelt eingeteilt. Bestehende Listen, insbesondere solche der EU, werden berücksichtigt. Die Organismenlisten werden vom BAFU unter Mitarbeit der EFBS sowie weiterer Stellen veröffentlicht.


Zuletzt aktualisiert am: 31.12.2007






Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit EFBS
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